03.08.2015

KidsRights Index: Schweiz auf Platz 3

Im November 2013 haben KidsRights (eine niederländische NGO) und die Erasmus Universität Rotterdam den KidsRights Index lanciert, das erste jährliche globale Ranking über die Einhaltung der Kinderrechte durch Staaten.

Jetzt ist das Ranking für 2014 erschienen, die Schweiz belegt dort den 3. Platz nach Portugal und den Niederlanden.

Der KidsRights Index erlaubt einen umfangreichen weltweiten Überblick über die Umsetzung einiger grundlegender Kinderrechte, erlaubt jedoch keine detaillierte Analyse der Situation und Hintergründe in einzelnen Staaten. 

Nicht überraschend schneidet die Schweiz in jenen Bereichen sehr gut ab, wo es um das schiere Überleben und die basale Gesundheit der Kinder geht. Bei den Indikatoren des Bereichs „Leben“ (Kindersterblichkeit unter 5 Jahren, Lebenserwartung bei Geburt, Müttersterblichkeit) erreicht die Schweiz einen Wert von 0.99 bei einem Maximum von 1, im Bereich „Gesundheit“ einen Wert von 1 (% der unter Fünfjährigen mit Untergewicht, Impfungen bei Einjährigen, % der Bevölkerung, die über verbesserte sanitäre Anlagen verfügen, % der Bevölkerung, die über sauberes Trinkwasser verfügen). Im Bereich „Schutz“, in den Daten zur Kinderarbeit, Teenagerschwangerschaften und Registrierung bei der Geburt einfliessen, erreicht die Schweiz ebenfalls einen hohen Wert von 0.99.

Im Bereich „Bildung“ liegt die Schweiz mit einem Wert von 0.79 im oberen Drittel (Indikatoren zum Besuch der Primar- und Sekundarschule von Mädchen und Jungen).

Mit 0.58 den schlechtesten Wert (wenn auch im internationalen Vergleich immernoch auf dem 6. Platz) erreicht die Schweiz bei der „Förderlichen Umgebung für Kinder“, wo Daten zur Nichtdiskriminierung, zum übergeordneten Interesse des Kindes, Respekt für die Sichtweisen des Kindes und Partizipation, förderliche Gesetzgebung, zur Verfügung stehendes Budget, Datenerhebung und Zusammenarbeit des Staates und der Zivilgesellschaft für Kinderrechte einfliessen.

Quellen des Rankings sind die UNICEF-Berichte “State of the Worlds’ Children reports” 2013 und 2014 sowie Angaben des UN-Kinderrechtsausschusses (UN Committee on the Rights of the Child).

 

 


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