21.06.2017

KidsRights Index 2017: Schweiz auf Platz 3

KidsRights (eine niederländische NGO) und die Erasmus Universität Rotterdam haben die Rangfolge des KidsRights Index 2017 veröffentlicht. Die Schweiz belegt den dritten von 162 Plätzen und liegt damit hinter Portugal und Norwegen.

Das Ranking wird seit 2014 erstellt. In der ersten Ausgabe belegte die Schweiz den dritten Platz, 2015 und 2016 den elften bzw. fünften Platz.

Wie 2016 schneidet die Schweiz in jenen Bereichen sehr gut ab, wo es um das Recht auf Leben und Entwicklung sowie die Gesundheitsversorgung der Kinder geht. Bei den Indikatoren des Bereichs "Leben" (Kindersterblichkeit unter 5 Jahren, Lebenserwartung bei Geburt, Müttersterblichkeit) erreicht die Schweiz wieder einen Wert von 0.99 bei einem Maximum von 1. Im Bereich "Gesundheit" liegt der Wert mit 0.977 minimal höher als 2016 (0.974), aber immer noch tiefer als 2015 und 2014, als der Wert bei 1 lag (relevant ist der Anteil der unter Fünfjährigen mit Untergewicht, die Durchimpfungsrate bei Einjährigen, der Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sanitären Anlagen sowie der Anteil der Bevölkerung, der über sauberes Trinkwasser verfügt). Im Bereich "Schutz", der sich aus Indikatoren zur Kinderarbeit, zu Teenagerschwangerschaften und zu Geburtenregistrierung zusammensetzt, erreicht die Schweiz den Wert 0.997, wie dies bereits im Jahr 2016 der Fall war.

Im Bereich "Bildung" liegt die Schweiz mit einem Wert von 0.809 unter dem Wert von 2016 (0.935) und somit insgesamt auf Rang 10 (Indikatoren zum Besuch der Primar- und Sekundarschule von Mädchen und Jungen).

Handlungsbedarf besteht für die Schweiz beim Bereich "Child Rights Environment". Hier belegt die Schweiz mit einem Wert von 0.833 den 8.-16. Platz im internationalen Vergleich. Dies entspricht dem gleichen Wert wie 2016, aber einer Verbesserung im Vergleich zu 2014 (0.58) und 2015 (0.67).

In diesen Index fliessen Informationen ein zur Nichtdiskriminierung, zum übergeordneten Interesse des Kindes, zur Partizipation des Kindes, zur Gesetzgebung, Budgetierung, Datenerhebung sowie zur Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Alle untersuchten Staaten weisen in diesem Bereich weiterhin die grössten Defizite auf, insbesondere beim Indikator Nichtdiskriminierung.

Quellen des Rankings ist der UNICEF-Bericht "State of the World‘s Children reports" 2016 sowie Angaben des UN-Kinderrechtsausschusses.


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